Statut des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands

Das nachfolgende Statut ist vorläufig gültig, bis es vom 1. ordentlichen Verbandskongress bestätigt wird.

I. Grundsätze

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands ist eine sozialistische Jugendorganisation Deutschlands. Er ist die Jugendorganisation der Kommunistischen Partei Deutschlands.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands vereint auf freiwilliger Basis die Jugendlichen des werktätigen Volkes, der Arbeiterklasse, der werktätigen Bauernschaft und des schaffenden Kleinbürgertums und vertritt ihre Klasseninteressen unter der führenden Rolle der Arbeiterklasse.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands tritt das Erbe der jungen Revolutionäre an, welche schon unter Karl Liebknecht, Ernst Thälmann, Wilhelm Pieck und Walter Ulbricht gegen Faschismus, Militarismus, Ausbeutung und Krieg um die Verwirklichung von Sozialismus und Kommunismus kämpften.

Leitideologie des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands ist der Marxismus-Leninismus. Dieser, die Ideologie der Arbeiterklasse, umfasst die Lehren des wissenschaftlichen Sozialismus von Marx, Engels, Lenin und Stalin als Grundlage. Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands bekämpft Opportunismus und Revisionismus als Hauptgefahr in der sozialistischen Jugendbewegung, aber auch dogmatische Entstellungen. Dogmatismus und Revisionismus basieren beide auf der Negierung der objektiven Realität, gehen also oftmals Hand in Hand. Ersterer geht von unbewiesenen Behauptungen aus, Letzterer revidiert richtige Erkenntnisse als „falsch“. Beide Erscheinungen sind in der ideologischen Bildung und Erziehung, sowie der Ausarbeitung einer richtigen Linie gleichermaßen schädlich.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands erzieht die Jugend zur Liebe und Treue zur Arbeiterklasse und hilft allen Jugendlichen zu allseitig gebildeten, lebensfrohen und kulturvollen Klassenkämpfern zu werden. Er wirkt daraufhin, dass in der jungen Generation eine sozialistische Moral und Ethik sich herausbildet. Er vertieft in der Jugend die Liebe und Achtung zur Arbeit, das Streben nach hohen geistigen und körperlichen Fähigkeiten, einer umfassenden Allgemein- und Fachbildung.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands handelt nach den Prinzipien des sozialistischen Patriotismus und proletarischen Internationalismus. Er erzieht die junge Generation im Geiste der fortschrittlichen deutschen Kultur und bekämpft reaktionäre Erscheinungen. Er erzieht die Jugend zur Liebe des künftigen sozialistischen deutschen Vaterland und zu dessen Vorgängerin, der DDR. Er erzieht die Jugend im Geiste der Völkerfreundschaft, der Liebe, Achtung und Gleichwertigkeit aller Völker. Er hilft bei der Aneignung der Schätze der Weltkultur. Er bekämpft energisch Chauvinismus und Kriegshetze.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands nimmt Kontakt zu den marxistisch-leninistischen Jugendorganisationen aller Länder auf. Er vertieft die Freundschaft zwischen der werktätigen Jugend aller Länder und ist solidarisch mit ihren Kämpfen gegen Imperialismus und Ausbeutung, für die Verwirklichung von Sozialismus und Kommunismus.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands kämpft für die Verwirklichung von Sozialismus und Kommunismus. Deshalb setzt er sich ein für die Diktatur des Proletariats, der Vergesellschaftung der Produktionsmittel und das daraus folgende Gemeineigentum an diesen, der Planwirtschaft und der Vergenossenschaftlichung der Kleinproduktion.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands kämpft dafür, dass jeder Jugendliche seine persönlichen Interessen mit denen des Kollektivs in Einklang bringen kann. Deshalb fördert er eine sozialistische Arbeitsdisziplin, Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Sauberkeit im persönlichen Leben.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands bekämpft alles Rückständige und verhilft dem Neuen zum Durchbruch. Er tritt für die wissenschaftliche Bildung der Jugend ein, sowohl in den Natur, als auch den Gesellschaftswissenschaften. Er betrachtet die gesamte werktätige Jugend, auch die, die einer Religion angehörig sind, als Freunde und Genossen und betreibt kein Sektierertum gegenüber jenen Jugendlichen, die noch keine Mitglieder des KJVD sind.

Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands ist die Kampforganisation der deutschen Jugend für die Umsetzung des Sozialismus und Kommunismus.

II. Die Mitgliedschaft

A. Grundlegendes

1. Mitglied des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands kann jeder Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 35 werden, der

  • das Statut des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands anerkennt,
  • Teil einer ihrer Grundorganisationen ist,
  • mitarbeitet und regelmäßig Beiträge in der festgelegten Höhe zahlt.

Mit Erreichen des 36. Lebensjahres endet die Mitgliedschaft im KJVD.
Der Zentralrat kann die Altersgrenze in begründeten Ausnahmefällen hoch setzen.

2. Der Jugendliche, der Mitglied des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands werden möchte, stellt bei der zuständigen Organisation den Aufnahmeantrag, über den die Mitgliederversammlung entscheidet. Die Mitgliedschaft beginnt mit der Aufnahme durch die Mitgliederversammlung. Das neu aufgenommene Mitglied erhält ein Mitgliedsbuch, dass in Ordnung zu halten und vor Verlust und Missbrauch zu schützen ist.

3. Die Mitgliedschaft im Kommunistischen Jugendverband Deutschlands kann durch Ausscheiden wegen Überschreitung der Altersgrenze oder Ausschluss enden. Bei Ausscheiden aufgrund der Überschreitung der Altersgrenze darf das Mitglied sein Mitgliedsbuch behalten und erhält eine Urkunde.

B. Rechte und Pflichten

4. Jedes Mitglied des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands hat die Pflicht:

a) aktiv an der Organisation sowie regelmäßig an den Versammlungen und Veranstaltungen seiner Gruppe und Grundeinheit teilzunehmen, seine Beiträge zu entrichten und die Verbandspresse zu lesen; die Beschlüsse des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands umzusetzen.

b) um die Verwirklichung des Sozialismus und Kommunismus in Deutschland zu kämpfen.

c) eine kameradschaftliche Verbindung zu den Jugendlichen an seiner Arbeits- bzw. Bildungsstätte und seines Wohngebiets herzustellen, sich zu bemühen, sie von der Richtigkeit unserer Weltanschauung zu überzeugen.

d) sich die wissenschaftliche Lehre des Marxismus-Leninismus, der Ideologie der Arbeiterklasse, anzueignen und sich die wichtigsten Kulturgüter des deutschen Volkes und der Weltkultur anzueignen.

e) ständig zu lernen, sich weiterzubilden und sich ein vielseitiges kulturelles Können anzueignen, um in den Grundeinheiten Gruppen nach gemeinsamen Interessen zu schaffen.

f) ehrlich und offen zu sein, Kritik und Selbstkritik furchtlos, ohne Ansehen der Person, anzuwenden, für die Aufdeckung und Beseitigung von Mängeln und Fehlern zu kämpfen.

g) offen und parteilich für unsere sozialistische Sache einzutreten.

h) Erscheinungen bürgerlicher Anschauungen, Egoismus, Rüpelhaftigkeit, Trunksucht, unkameradschaftliches verhalten gegenüber Frauen zu bekämpfen und Freunde von schlechten Taten abzuhalten.

5. Jedes Mitglied des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands hat das Recht:

a) an der Arbeit des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands teilzunehmen, Vorschläge zu unterbreiten und Beiträge für die Verbandspresse auszuarbeiten.

b) an der Wahl der Leitungen teilzunehmen und in sie gewählt zu werden.

c) Fehler in der Tätigkeit leitender Organe, Funktionäre und Mitglieder zu kritisieren.

d) alle leitenden Organe bis zum Zentralrat über Missstände in der Arbeit, Schönfärberei, Lobhudelei, Bürokratismus und Unterdrückung der Kritik zu informieren; sich in allen Fragen an jede Leitung der Organisation zu wenden. Die Leitungen des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands sind verpflichtet, alle Vorschläge, Kritiken und Beschwerden der Mitglieder zu prüfen, gewissenhaft zu bearbeiten, baldmöglichst zu beantworten und daraus die notwendigen Maßnahmen zu treffen.

e) persönlich in allen Fragen und Entscheidungen gehört zu werden, die die eigene Person betreffen.

C. Auszeichnungen und Strafen

6. Durch Kritik und Selbstkritik werden die Mitglieder zur Initiative und der Berichtigung von Fehlern angeregt. Ziel ist es dadurch gemeinsam zur Erkenntnis der objektiven Realität zu gelangen und diese zum Ausgangspunkt unserer Beschlüsse und unseres Handelns zu machen. Eine Unterdrückung dieses Grundprinzips ist unzulässig.

7. Die Einzelmitglieder und Gruppen des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands können für vorbildliche Leistungen folgende Auszeichnungen erhalten:

a) Belobigung durch die Mitgliederversammlung und die leitenden Organe.

b) Auszeichnung mit einer Ehrenurkunde durch die Regional- und Landesleitungen und den Zentralrat.

8. Im Falle der Verletzung der Grundsätze des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands kann dem Mitglied von der Mitgliederversammlung oder den leitenden Organen eine Ermahnung ausgesprochen werden.

9. Bei ernsten Verstößen gegen das Statut können im Interesse der Erziehung der Mitglieder, je nach Schwere des Verstoßes, folgende Verbandsstrafen beschlossen werden: Verweis, Rüge, Ausschluss.

Die Rüge kann mit zeitweiliger Enthebung von Funktionen verbunden sein.

Der Ausschluss ist die höchste Verbandsstrafe. Sie darf nur dann angewendet werden, wenn es sich um einen sehr groben Verstoß gegen das Statut des KJVD handelt bzw. verbandsschädigendes Verhalten vorliegt und wenn alle Versuche des Kollektivs, das Mitglied zum Guten zu beeinflussen, wiederholt gescheitert sind.

Jede Verbandsstrafe wird von der Mitgliederversammlung oder den leitenden Organen mit einfacher Mehrheit beschlossen. Ein Ausschluss wird erst nach Bestätigung durch die Regionalleitung wirksam. Sollte eine solche nicht bestehen, dann liegt die Beschlussgewalt bei der jeweils nächsthöheren bestehenden Leitung, also entweder der Landesleitung oder dem Zentralrat. Die Mitgliederversammlung kann keine Verbandsstrafe beschließen, wenn das betroffene Mitglied Teil einer übergeordneten Leitung ist. In diesem Falle entscheidet die jeweilige Leitung.

Jedes Mitglied hat das Recht, gegen die Erteilung einer Verbandsstrafe bei der jeweils höheren Leitung Einspruch einzulegen.

Ein aus dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ausgeschlossenes Mitglied verliert alle Mitgliedsrechte und muss sein Mitgliedsbuch abgeben.

10. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung oder der Leitung kann eine Verbandsstrafe gelöscht werden, wenn das Mitglied durch seine Haltung bewies, dass es die richtigen Schlussfolgerungen gezogen hat.

Das betroffene Mitglied hat selbst das Recht, einen Antrag zur Löschung der Verbandsstrafe zu stellen.

11. Ein ausgeschlossenes Mitglied kann neu aufgenommen werden, wenn es sich im Leben bewährt und das Vertrauen der Mitglieder zurückgewonnen hat. Die Wiederaufnahme bedarf in jedem Falle der Bestätigung der Regionalleitung. Sollte eine solche nicht bestehen, dann liegt die Beschlussgewalt bei der jeweils nächsthöheren bestehenden Leitung, also entweder der Landesleitung oder dem Zentralrat.

III. Organisation und innerverbandliche Demokratie

12. Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands ist nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus organisiert.

Das bedeutet:

a) Alle leitenden Organe werden von unten nach oben demokratisch gewählt.

b) Die leitenden Organe erstatten in regelmäßigen Abständen Bericht über ihre Tätigkeit an die Mitgliederorganisationen des KJVD.

c) Unterordnung des Einzelnen unter das Kollektiv;

Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit;

Unterordnung der unteren Organe unter die oberen;

Unterordnung des gesamten Verbandes unter den Zentralrat.

13. Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands ist nach dem Territorialprinzip aufgebaut. Organe und Leitungen sind:

a) für ganz Deutschland:

der Verbandskongress und der Zentralrat.

b) für die Länder:

die Landeskongress und die Landesleitung.

c) für die Regionen:

die Regionalkongress und die Regionalleitung.

d) für die Grundeinheiten:

die Mitgliederversammlung und der Vorsitz.

14. Grundeinheiten können nur mit Zustimmung der zuständigen Regionalleitung gebildet werden, wenn mindestens drei Mitglieder vorhanden sind. Sollte eine solche nicht bestehen, dann liegt die Beschlussgewalt bei der jeweils nächsthöheren bestehenden Leitung, also entweder der Landesleitung oder dem Zentralrat.

15. Über alle Fragen, die die Tätigkeit des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands betreffen, ist in den Grundeinheiten und Kongressen bis zur Beschlussfassung zu diskutieren.

Alle Beschlüsse der leitenden Organe und Organisationseinheiten werden durch die einfache Mehrheit gefasst. Nach der Beschlussfassung sind diese für alle Mitglieder bindend und von ihnen durchzuführen.

16. Die Einhaltung der Verbandsdisziplin ist für alle Mitglieder des KJVD in gleichem Maße gültig. Die Mitglieder der leitenden Organe sollen in der Einhaltung der Disziplin vorbildlich sein.

17. Alle leitenden Organe des KJVD werden gewählt und arbeiten nach dem Prinzip der kollektiven Leitung. Der Grundsatz der Kollektivität hebt nicht die persönliche Verantwortung auf. Sie verpflichtet, den Mitgliedern und übergeordneten Leitungen in regelmäßigen Abständen Rechenschaft über die Tätigkeit. Sie ist unvereinbar mit eigenmächtigen Handlungen, Personenkult und Fraktionismus.

Die Wahl der leitenden Organe geschieht in geheimer Abstimmung. Die Mitgliederversammlung bzw. der Kongress ist dann beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder bzw. Delegierten anwesend sind. Jedes Mitglied bzw. jeder Delegierte hat das Recht, Kandidaten vorzuschlagen und begründete Einwände gegen aufgestellte Kandidaten vorzubringen. Die Leitung und die Delegierten gelten dann als gewählt, wenn sie die einfache Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen.

18. Jedes Mitglied übt sein Wahlrecht in der Grundeinheit aus, in welcher es registriert ist und seine Mitgliedsbeiträge entrichtet.

IV. Der Verbandskongress und der Zentralrat

19. Das höchste Organ des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands ist der Verbandskongress.

Er tagt im Regelfall alle zwei Jahre. Ein außerordentlicher Verbandskongress kann auf Beschluss des Zentralrats oder auf Forderung der Hälfte der Mitgliederschaft einberufen werden.

20. Die Delegierten zum Verbandskongress werden auf ordnungsgemäß einberufenen Landeskongressen gewählt.

Die Anzahl der Delegierten legt der Zentralrat fest (in der Regel 1 Delegierter auf 5 Mitglieder).

21. Der Verbandskongress des KJVD ist mindestens 8 Wochen vorher durch den Zentralrat unter Angabe der Tagesordnung einzuberufen.

22. Der Verbandskongress nimmt die Berichte des Zentralrats und der Zentralen Revisionskommission entgegen, überprüft sie, beschließt über Anträge der Delegierten und des Zentralrats, überprüft und ändert das Statut des KJVD, wählt die Mitglieder und Kandidaten des Zentralrats und der Zentralen Revisionskommission und bestimmt die bevorstehenden Aufgaben des Verbandes. Über die Zahl der Mitglieder und Kandidaten des Zentralrats entscheidet der Verbandskongress. Scheidet ein Mitglied des Zentralrats aus, so wird an seine Stelle ein Kandidat als Mitglied des Zentralrats gewählt.

23. Der Zentralrat leitet die Tätigkeit des KJVD zwischen den Verbandskongressen. Er hält Kontakt zu marxistisch-leninistischen Jugendverbänden anderer Länder. Er tritt in 6 Monaten mindestens einmal zusammen. Der Zentralrat wählt aus seinen Reihen für die Leitung der gesamten Arbeit zwischen den Tagungen des Zentralrats das Sekretariat des Zentralrats.

24. Dem Sekretariat des Zentralrats gehören an:

  • der Vorsitzende des KJVD
  • der stellvertretende Vorsitzende
  • der Verbandshauptkassierer
  • weitere Mitglieder

V. Die Landesverbände

25. Das höchste Organ des Landesverbandes ist der Landeskongress.

Er tagt im Regelfall alle zwei Jahre. Außerordentliche Landeskongresse können auf Beschluss der Landesleitung, des Zentralrates oder aufgrund der Forderung von einem Drittel der Mitglieder einberufen werden.

26. Die Delegierten zum Landeskongress werden durch die Grundeinheiten und Regionalverbände gewählt. Ihre Anzahl wird in Abstimmung mit den Regionalleitungen und Grundeinheiten bestimmt.

27. Der Landeskongress ist mindestens 6 Wochen vorher durch die Landesleitung unter Angabe der Tagesordnung einzuberufen.

28. Der Landeskongress nimmt die Berichte der Landesleitung und der Landesrevisionskommission bzw. des Revisors entgegen, prüft sie, beschließt über Anträge der Delegierten und der Landesleitung, wählt die Mitglieder und Kandidaten der Landesleitung und der Landesrevisionskommission bzw. den Revisor. Die Anzahl der Mitglieder und Kandidaten der Landesleitung wird vom Landeskongress festgelegt. Scheidet ein Mitglied der Landesleitung aus, dann wird an dessen Stelle ein Kandidat als Mitglied der Landesleitung gewählt.

29. Die Landesleitung leitet die Tätigkeit des Landesverbandes zwischen den Landeskongressen. Er hält Verbindung zu anderen verbündeten Organisationen und verwaltet und überwacht das Vermögen und die Finanzen des Landesverbandes gemäß den Richtlinien des Zentralrats.

30. Die Landesleitung tritt in der Regel alle drei Monate einmal zusammen.

Die Landesleitung wählt aus ihren Reihen für die Leitung der gesamten Arbeit des Landesverbandes zwischen den Tagungen der Landesleitung das Sekretariat.

31. Dem Sekretariat der Landesleitungen gehören an:

  • der Vorsitzende des LV
  • der stellvertretende Vorsitzende
  • der Landeskassierer
  • weitere Mitglieder

VI. Die Regionalverbände

32. Das höchste Organ des Regionalverbands ist der Regionalkongress. Er tagt im Regelfall alle zwei Jahre. Außerordentliche Regionalkongresse können auf Beschluss der Regionalleitung, der übergeordneten Leitungen und aufgrund der Forderung eines Drittels der Mitglieder einberufen werden.

33. Der Regionalkongress ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.

34. Der Regionalkongress wird mindestens 4 Wochen vorher durch die Regionalleitung unter Angabe der Tagesordnung einberufen.

35. Der Regionalkongress nimmt die Berichte der Regionalleitung und der Regionalrevisionskommission entgegen, prüft sie, beschließt über Anträge der Mitglieder und der Regionalleitung, wählt die Mitglieder und Kandidaten der Regionalleitung und der Regionalrevisionskommission. Die Anzahl der Mitglieder und Kandidaten der Regionalleitung wird vom Regionalkongress festgelegt.

Scheidet ein Mitglied der Regionalleitung aus, so wird ein Kandidat an seine Stelle als Mitglied gewählt.

36. Die Regionalleitung leitet die Tätigkeit des Regionalverbandes zwischen den Regionalkongressen. Sie ist für die Durchführung der Beschlüsse der höheren Organe verantwortlich. Sie verwaltet die Mittel und Finanzen des Regionalverbandes. Sie hält Kontakt zu anderen Organisationen.

37. Die Regionalleitung tritt in der Regel einmal alle 3 Monate zusammen.

Die Regionalleitung wählt aus ihrer Mitte für die Leitung der gesamten Arbeit zwischen den Tagungen der Regionalleitung ein Sekretariat.

38. Dem Sekretariat der Regionalleitung gehören an:

  • der Vorsitzende des RV
  • der stellvertretende Vorsitzende
  • der Regionalkassierer
  • ggf. weitere Mitglieder

VII. Die Grundeinheiten

39. Die Grundeinheit ist die Schule der sozialistischen Erziehung der Mitglieder. Sie verbindet unsere Organisation mit der gesamten Jugend und führt die Mitglieder an die Lösung der gesellschaftlichen Aufgaben heran.

Ihre Aufgaben sind:

a) die Jugend im Geiste des Sozialismus und dessen Verwirklichung in Deutschland zu erziehen und zu mobilisieren.

b) die Jugend mit der wissenschaftlichen Weltanschauung der Arbeiterklasse, dem Marxismus-Leninismus mit dem dialektischen und historischen Materialismus als dessen Kern, vertraut zu machen.

c) der Jugend dabei helfen sich Kenntnisse der deutschen und internationalen Kultur und der Wissenschaften anzueignen.

d) ständig die Grundinteressen der gesamten werktätigen Jugend vertreten und für die Verbesserung der kulturellen Bildung, der Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen und einzusetzen.

e) im Kontakt zu den Jugendlichen ihres Bereiches zu stehen und dafür Sorge zu tragen, dass neue Mitglieder gewonnen werden, den Mitgliedern bei der Erfüllung ihrer Rechte und Pflichten zu helfen, Mitglieder für gute Leistungen zu belobigen, Mitgliedern, die gegen das Statut verstoßen haben, Verbandsstrafen auszusprechen, Strafen zu löschen, die Mitgliedsbeiträge regelmäßig zu kassieren und die eigenen Finanzen zu verwalten.

f) regelmäßig Mitgliederversammlungen durchzuführen mit der Zielsetzung, dass die Mitglieder dort ihre Arbeit unter der gesamten Jugend planen, über die Durchführung diskutieren und beschließen. Die Mitgliederversammlung wählt einen Vorstand aus einem Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden und einen Kassierer.

VIII. Die Revisionskommissionen

40. Revisionskommissionen des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands bestehen bei folgenden Leitungen:

  • Zentralrat
  • Landesleitungen
  • Regionalleitungen

41. Die Wahl erfolgt folgendermaßen:

Der Verbandskongress wählt die Zentrale Revisionskommission.

Der Landeskongress wählt die Landesrevisionskommission. Bei geringer Mitgliederstärke genügt auch ein Revisor.

Der Regionalkongress wählt die Regionalrevisionskommission. Bei geringer Mitgliederstärke genügt auch ein Revisor.

Die Mitglieder der jeweiligen Revisionskommission wählen aus ihrer Mitte den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter.

42. Die Revisionskommission überprüft regelmäßigen:

a) Die Einhaltung des Statuts und die Organisierung der Beschlusskontrolle durch die Leitungen und Sekretäre.

b) Arbeitsorganisation und Arbeitsstil der Apparate der jeweiligen Leitung.

c) Die Bearbeitung von schriftlichen oder mündlichen Beschwerden, Kritiken und Hinweisen.

d) Die Kassierung und Abrechnung der Mitgliedsbeiträge.

e) Die Nachweisführung über alle Finanzmittel und Werte des Verbandes sowie ihre zweckmäßige Verwendung nach dem Prinzip der Sparsamkeit.

43. Alle Revisionskommissionen sind für die Anleitung der Revisionskommissionen bei den untergeordneten Leitungen verantwortlich. Zur Erläuterung der Arbeitsweise gibt die Zentrale Revisionskommission entsprechende Hinweise. Die Revisionskommissionen lassen sich bei ihren Kontrollen stets davon leiten, dass der Kommunistische Jugendverband Deutschlands nur dann die Jugend für den Sozialismus gewinnen kann, wenn die Leitungen alle Beschlüsse schnellstmöglich und unbürokratisch durchführen, die Arbeit gut organisieren und die finanziellen Mittel zweckmäßig für die Jugendarbeit verwenden.

Der Vorsitzende der Revisionskommission nimmt mit beratender Stimme an den Tagungen der jeweiligen Leitung teil.

IX. Die Finanzen des KJVD

44. Der Kommunistische Jugendverband Deutschlands finanziert sich durch:

a) Mitgliedsbeiträge

b) Veranstaltungen

c) Sammlungen

d) Publikationen

e) Spenden und sonstige Zuwendungen

45. Der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt bei einem Bruttoeinkommen

bis 250,00 € 1,80 €

bis 350,00 € 2,50 €

bis 425,00 € 3,00 €

bis 500,00 € 3,50 €

bis 625,00 € 4,50 €

bis 750,00 € 6,50 €

bis 875,00 € 8,00 €

bis 1.000,00 € 11,00 €

bis 1.250,00 € 14,00 €

bis 1.500,00 € 19,50 €

bis 2.000,00 € 31,00 €

bis 2.500,00 € 46,00 €

bis 3.000,00 € 59,00 €

Für jede weiteren 500,00 € erhöht sich der Beitrag um 25,00 €.

Der Aufnahmebeitrag beträgt 2,50 €.

46. An den Zentralvorstand sind 50% der Beiträge abzuführen. Über den Verblieb der restlichen 50% entscheiden die Landesverbände selbstständig.

X. Publikationen

47. Das Organ des Zentralrats des KJVD ist der „Jungkommunist“.

48. Die offizielle Internetseite des KJVD lautet: https://www.kommunistischer-jugendverband.de/

XI. Die Symbole des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands

49. Das Symbol des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands ist ein Quadrat mit einer aufgehenden Sonne im Hintergrund, auf deren Strahlen Hammer und Sichel in einem roten Stern im Stile der KPD im Vordergrund zu sehen ist, sowie das Kürzel „KJVD“ in schwarzer Farbe auf den Rumpf der Sonne geschrieben steht.

XII. Änderung des Statuts

50. Das Statut des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands kann nur durch Beschluss des Verbandskongresses geändert werden. Dazu ist eine Zweidrittelmehrheit notwendig.